Foz do Iguaçu - Iguaçu Wasserfälle

Iguaçu Nationalpark
Offiziell wurde der Iguaçu Nationalpark am 10. Januar 1939 gegründet, aber die Geschichte des Nationalparks beginnt im Jahre 1916 mit der Durchreise von Alberto Santos Dumont, der als der Gründer des Nationalparks gilt. Das Gebiet der Wasserfälle gehörte zu diesem Zeitpunkt noch dem Uruguayer Jesus Val.

Albert Dumont ersuchte den Präsidenten des Staates Paraná, Affonso Alves de Camargo, Jesus Val zu enteignen und das Gebiet in ein Kulturerbe für die Allgemeinheit zu verwandeln. Am 28. Juli 1916 wurden die ersten 1.008 ha zum öffentlichen Eigentum erklärt und im Jahr 1939 wurde das Gebiet durch eine Verordnung vom damaligen Präsidenten Getúlio Vargas auf 156 235,77 ha vergrößert.
Iguaçu WasserfälleDurch zwei Verordnungen wurde der Iguaçu Nationalpark 1994 noch einmal vergrößert, erhielt damit die heutigen Ausmaße von 185.000 ha und ist damit eines der größten Reservate des Atlantischen Regenwaldes in Brasilien.
Am 17. November 1986 wurde der Iguaçu Nationalpark auf der Generalversammlung der UNESCO in Paris zum sogenannten Naturerbe der Menschheit erklärt.

Der Zugang zum Park führt von der Stadt Foz do Iguaçu über die BR 469 bis zu den Wasserfällen.


Iguaçu Wasserfälle
Iguaçu WasserfälleDer Iguaçu Fluss entspringt in der Serra do Mar, durchfließt 1.320 km bis Foz do Iguaçu und mündet dort im Parana Fluss. Die Iguaçu Wasserfälle entstanden vor ungefähr 150 Millionen Jahren und bestehen aus 275 einzelnen Fällen, die in Zeiten der Flut zu einer einzigen großen Wasserfront verschmelzen können. Es gibt 19 große Fälle, von denen sich nur 3 auf brasilianischer Seite befinden. Die beste Aussicht auf die Fälle hat man auf der brasilianischen Seite, da durch die Anordnung der Fälle – die Meisten von ihnen sind von der argentinischen Seite auf die brasilianische Seite gerichtet - eine Gesamtübersicht über die Fälle von der brasilianischen Seite aus möglich ist.
Auf der argentinischen Seite kommt man sehr nah an die einzelnen Fälle heran und geht über Brückenkonstruktionen sogar über einige von ihnen hinweg.

Iguaçu WasserfälleNach einer weiten Flussbiegung und einer Stromschnelle stürzt das Wasser ca. 70 m tief in eine Erosionsspalte und bildet dort mit dem “Garganta do Diabolo” (Teufelsschlund) den eindrucksvollen Anfang der Reihe von Wasserfällen.

Oberhalb der Fälle ist der Fluss ca. 1,2 km breit, verengt sich aber bis auf 65 – 100 m in der tektonischen Spalte, die die Talsohle der Fälle bildet. Die Breite der Hauptfälle beträgt auf brasilianischer Seite 800 m, auf argentinischer 1.900 m, das ergibt eine Gesamtbreite der halbkreisförmigen Front der Fälle von 2.700 m. Abhängig vom Wasserstand schwankt die Zahl der Fälle zwischen 150 und 275 und ihre Höhe zwischen 40 und 90m.

Das Wort Iguaçu bedeutet in der Etymologie der Tupi-Guarani Indianer übrigens und ganz treffend “Großes Wasser”.


Die Stadt Foz do Iguaçu
Archäologische Studien die während der Bauphase des Itaipu Staudammes vorgenommen wurden fanden über erste Hinweise auf menschliches Leben, das früher mal an dieser Stelle stattgefunden hat. Lange Zeit lebten die Indianer für sich in diesem Gebiet, bis die Kolonialherren aus Spanien und Portugal auch hier ankamen. 1542 erreichte der Spanier Álvar Nuñez Cabeza de Vaca von Caigangua Indianern geführt den Iguaçu Fluss und die Wasserfälle. Er taufte dieses Naturphänomen “Santa Maria Fall”. Er wird heute als der Entdecker der Iguaçu Wasserfälle anerkannt.

1889 wurde vom Leutnant Antonio Batista da Costa Junior und dem Unteroffizier José Maria de Brito eine Militärkolonie gegründet, die den Anfang der Besetzung des Gebietes durch Brasilianer markierte und den Grundstein für Foz do Iguaçu legte. Bereits im Juli dieses Jahres war eine Expedition des Ingenieurs und Leutnants José Joaquim Firmino in Foz do Iguaçu angekommen, die eine Volkszählung durchführte und dabei 324 Personen zählte.

1918 erhielt Foz do Iguaçu seinen endgültigen Namen. Die Straße, die Foz do Iguaçu mit Curitiba verbindet, entstand 1920. Es war damals eine unsichere Straße mit vielen Hindernissen. In der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre begann die Asphaltierung der Straße, die Paraná von Osten nach Westen durchschneidet und Foz do Iguaçu mit Paranaguá verbindet. Sie wurde 1969 eingeweiht.

Meilensteine für die Stadt Foz do Iguaçu
Schmalspurbahn zur argentinischen Seite der Iguaçu WasserfälleDrei Ereignisse führten zu einem steilen wirtschaftlichen Aufstieg von Foz do Iguaçu:
1965 die Einweihung der Freundschaftsbrücke zwischen Brasilien und Paraguay; 1969 die Einweihung der Fernverkehrsstraße BR 277, welche Foz do Iguaçu mit Curitiba und der Küste verbindet. Der Handel zwischen Foz do Iguaçu und Puerto Presidente Stroessner (heute Ciudad del Este) wurde intensiviert.
1970 begann der Bau des Wasserkraftwerkes Itaipu (Brasilien – Paraguay), der einen starken Einfluss auf die Entwicklung der gesamten Region und vor allem auf die Bevölkerungsentwicklung (Einwohnerzahlen von Foz do Iguaçu: 1960: ca. 28.000, 1970: ca. 34.000; 1980: ca. 136.000, 2005: ca. 267.000) hatte.

Hier die offizielle Website von Foz do Iguaçu (direkter Link auf den deutschsprachigen touristischen teil):
www.fozdoiguacu.pr.gov.br/turismo/ale/atrativos

Entfernungen vom Zentrum
Iguaçu Wasserfälle - Brasilien 28
Iguaçu Wasserfälle - Argentinien 29
Itaipu Wasserkraftwerk - Brasilien 12
Iguaçu Nationalpark - Brasilien 17
Rodoviária von Foz do Iguaçu - Brasilien 4,4
Dreiländereck 6 - Brasilien
Ciudad del Este - Paraguai 6
Puerto Iguazu - Argentinien 10

Kilometerangaben für die Reiseplanung
Ribeirão Preto (SP): 985 km (wohl nur fur uns interessant)
São Paulo (SP): 1.047 km
Curitiba (PR): 637 km (weiter bis Paranaguá (PR): 727) km
Campo Grande (MS). 776
Porto Alegre (RS): 986 km

Jugendherberge “Paudimar Pousada Campestre”
Karrikatur Iguaçu WasserfälleAuf einer Fläche von 16.000 qm befindet sich inmitten der Natur die Jugendherberge Paudimar Pousada Campestre. Sie hat im Hauptgebäude Unterbringungsmöglichkeiten für 80 Personen, die jeweils in einen Bereich für männliche und weibliche Gäste mit mehreren Zimmern und eigenen Sanitärbereichen aufgeteilt sind.
Daneben gibt es in separaten Gebäuden diverse Räume für Familien oder Paare.
Nicht jeder hat übrigens soviel Glück wie wir, dass er ohne Reservierung noch eines der 2-Personen-Zimmer bekommt.
Es gibt auf dem Gelände auch die Möglichkeit zum Zelten sowie einen Grillplatz.
Man kann die gemeinsame Küche benutzen, allerdings ist für europäische Verhältnisse günstig auch Frühstück und Abendessen nach Voranmeldung zu bekommen.
Es gibt einen sogar mit Flutlicht ausgestatteten Fußballplatz, einen großen Swimming Pool mit Bar, an der leckere Caipis serviert werden.
Aufgrund der Nähe zu Brasilien Top Naturattraktion, den Iguaçu Wasserfällen, ist das Publikum international und man kommt am besten mit Englisch weiter.

Von der Jugendherberge kommt man mit öffentlichen Bussen bis zum Iguaçu Nationalpark. Die Tour mit dem Bus zur argentinischen Seite der Wasserfälle mit einem Abstecher zum Dreiländereck (argentinische Seite) wird auch von der Jugendherberge organisiert.
Die Mitarbeiter der Jugendherberge reservieren einem auch gerne Busse und vor allem Übernachtungen in anderen Jugendherbergen - das ist praktisch, wenn man z.B. von hier aus weiter über Campo Grande nach Bonito möchte.

Kontakt:
Logo Jugendherberge Hostel Paudimar CampestrePaudimar Pousada Campestre
Av. das Cataratas Km 12,5
Bairro Remanso Grande
CEP 85853843
Foz do Iguaçu  PR
Paraná - Brasil
Tel.: +55 45 529-6061
Email: info@paudimar.com.br
Web: www.paudimar.com.br